BMM = Berliner Mannschaftsmeisterschaft - der TSVM ist mit 2 Teams dabei!

Die BMM für 6er- (unsere Zweite!) und 8er-Mannschaften (unsere Erste!), wird im Unterschied zur BFL an 9 Sonntagen im Jahr gespielt, Spielbeginn ist um 9:00 Uhr. Heimspiele finden im Vereinsheim in der Rixdorfer Str. 130, 12109 Berlin, statt.

Die Mannschaften des TSV Mariendorf in der BMM-Saison 2017/2018:

1. Mannschaft in Klasse 1.2

Mannschaftsleiter: Sascha und Ralf.

2. Mannschaft in Klasse 4 Mix

Mannschaftsleiter: Thomas und Dieter.


Spieltage:

Adressen, Aufstellungen usw. in den BMM-Heften (hier für die Erste und hier für die Zweite). 

Alles Infos zu den Aufstellungen gibt es ausschließlich von den Mannschaftsleitern!

Weitere Infos beim Verband.Unser Abschneiden in früheren Spielzeiten siehe Archiv. Alle Spieltage der Saison 2017/18 befinden sich auch im Kalender.

Einsatzstatistik BMM
M97 - Einsatz-Statistik - BMM only.pdf
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Dritte Runde am 03.12.2017

Da war mehr drin, aber die Mannschaftsmoral bleibt intakt

 

Nachdem wir leider mit zwei Niederlagen in die neue Saison 2017/2018 gestartet waren, wollten wir es heute in der 3. Runde beim Heimspiel gegen die Schachfreunde des BSC Rehberge II besser machen und anfangen, die nötige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.

 

Während wir in Stammbesetzung

 

  1. Sascha Sarre

  2. Ralf Gebert Vangeel

  3. Olaf Ritz

  4. Günter Idaczek

  5. Roman Matzkowiak

  6. Bernhard Riess

  7. Dietmar Scholz

  8. Michael Schramm

 

spielen konnten, fehlten bei unseren Gästen vom (gemessen an der Mannschaftsmeldung vor der Saison) Stammachter zwei Spieler.

 

Dies führte rein von der DWZ her gesehen dazu, dass wir an Brett 1-5 favorisiert waren, an Brett 6 eher in der Außenseiterrolle und an Brett 7-8 waren die DWZ in etwa ausgeglichen.

 

Da unsere Gäste um 09.00 Uhr noch keine Mannschaftsaufstellung abgegeben hatten, setzte der Schiedsrichter Bernhard Riess regelkonform um kurz nach 09.00 Uhr alle Uhren der Gegner in Gang.

 

Nach einer Wartezeit von ca. 15 Minuten wurde dann auch von den Rehberger Schachfreunden eine offizielle Aufstellung abgegeben und der Wettkampf konnte beginnen.

 

Die erste Entscheidung gab es nach einer guten halben Stunde an Brett 8; da sein Gegner innerhalb der 30 minütigen Karenzzeit nicht im Vereinsheim war, gewann Michael kampflos und wir führten 1-0 (zwar kam der Gegner dann noch, aber leider waren die o.g. 30 Minuten schon um und auch das Ergebnis war vom Schiedsrichter schon eingetragen im Spielberichtsbogen).

 

Relativ kurze Zeit später machte an Brett 4 Olaf (natürlich nach vorbildlicher vorheriger Rücksprache mit mir) aus gesundheitlichen Gründen Remis (d.h. er bot an und Gegner nahm an) und fuhr wieder schnell nach Hause und legte sich wieder ins Bett (gute Besserung und danke für den vorbildlichen Einsatz für das Team!).

 

Da ich selbst in meiner Partie an Brett 1 als Schwarzer etwas „merkwürdig“ aus der Eröffnung herauskam im Alt-Benoni (eigentlich verrate ich hier nie etwas zu den Eröffnungen, aber heute mal eine Ausnahme ==> Grund kommt noch) und gedrückt stand, bot ich Remis an (da ich mich auch in der Stellung irgend wie unwohl fühlte), was mein Gegner auch annahm. Als ich dann die Partie zu Hause am Laptop mit ChessBase 14 und Fritz 15 nachgespielte, zeigte mir die MegaBase 2017 als Referenzdatenbank doch tatsächlich eine Referenzpartie an, in der Schachfreund Darko Spelec (ELO 2063) in Graz 2006 im A-Open im 10. Zug anders spielte und nach 19 Zügen aufgab. Die Partie kam mir dann auch wieder sehr bekannt vor, denn Schwarz war mit ELO 2080 ein gewisser Sascha Sarre! Ja ja, das Gedächtnis!

 

Auf jeden Fall stand es somit also 2-1 für uns und als dann Dietmar an Brett 7 auch Remis machte (er stand gut, konnte aber die Stellung nicht verstärken) sowie Ralf an Brett 2 mit seinem feinen Sieg die Führung sogar auf 3,5-1,5 erhöhen konnte, war ich guter Dinge in puncto „1. Saisonsieg“.

 

Die restlichen 3 laufenden Partien sahen nämlich auch gut bzw. OK aus… an Brett 4 hatte sich Günter nach dem Damentausch stellungsmäßig wieder konsolidiert und stand eher besser; an Brett 5 hatte Roman das seltene Endspiel K+T+T+S gegen K+T+T und versuchte es mit seinem Mehrspringer noch zu gewinnen; an Brett 6 hatte Bernhard eine eher etwas bessere Stellung und alles im Griff.

 

Allerdings gibt es ja Sprichwort „erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“… Bernhard überzog in Gewinnabsicht völlig die Stellung und musste im Bauernendspiel „die Waffen strecken“, damit nur noch 3,5-2,5 für uns. Da Roman leider das Endspiel trotz intensiver Bemühungen nicht gewinnen konnte, hatte also bei einer 4-3 Führung Günter in der Hand mit einem Remis den Mannschaftssieg klar zu machen.

 

Tja, die Nerven… nachdem Günter es versäumt hatte den wichtigen schwarzen Bauern auf d4 raus zu nehmen (mit großen Gewinnaussichten) und auch ein Dauerschach nicht spielte (er wusste leider gar nicht, dass ein Remis bei ihm reicht), wollte er den Gegner Matt setzen, aber leider übersah er dabei ein Matt in 1 vom Gegner! Aus, Ende, 4-4.

 

Unter dem Strich auf jeden Fall ein klarer Punktverlust, denn hier war ein Mannschaftssieg zum Greifen nah.

 

Wir ärgern uns aber nicht zu sehr, sondern haben den positiven Blick auf die nächste Runde. Es geht dabei am 17.12.2017 zu den Schachfreunden des SC Kreuzberg V. Das ist auch wieder so ein Kampf, wo wir sicherlich unsere Chancen haben zu punkten. Wollen wir hoffen, dass da was geht und wir über den Jahreswechsel in der Tabelle dann auf einem Nichtabstiegsplatz alle Weihnachten und Silvester feiern können.

 

Also schön die Daumen drücken!

 

Sascha Sarre (Mannschaftsleiter 1. Mannschaft)

 

Im Heimspiel zur Tabellenführung

 

Wir hatten ein Heimspiel - mit folgender Besetzung ging es los:

 

Brett 1 Stefan Warnest

Brett 2 Franz Lohmann

Brett 3 Dieter Leimbrock

Brett 4 Fabian Edelhoff

Brett 5 Robert Kaschner

Brett 6 Frank Bodihn

 

Brett 6

Franks erster Einsatz im Turnierschach - sizilianische Eröffnung - ein Fehler im 16. Zug führte zu einem Figurenverlust. Dieser konnte leider nicht mehr aufgefangen werden. Nach weiterem Abtausch kam es zu einer Mattstellung.

Zwischenstand 0 : 1 

 

Brett 1

In der Eröffnung einen Bauer gewonnen. Jetzt startete Stefan einen Angriff und gewann den nächsten Bauern. Der Gegner griff am Königsflügel an und gab dafür eine Figur. Diese wurde abgeschlagen und noch eine Figur gewonnen für schwarz. Dann gab der Gegner auf.

Zwischenstand 1 : 1

 

Brett 3

Schwarz lief in eine Bauerngabel. Keine Gegenspiel als Ersatz für die Figur weniger. Das führte zur Niederlage.

Zwischenstand 1 : 2

 

Brett 5

Eine ausgeglichene Eröffnung. Im 20. Zug wurde die Königsstellung unter Qualitätsopfer geöffnet. Ein Zentrumsangriff scheiterte. Am Ende wurde das Spiel durch ungenaue Züge des Gegners gewonnen.

Zwischenstand 2 : 2

 

Brett 2

Eine chaotische Eröffnung beim Nachsetzen brachte die Initiative. Ein Läuferopfer brachte dem Gegner die Initiative zurück und einen Königsangriff. So kam es zu einer Abwehrstellung, die hielt. Der Gegner erreichte durch ein Dauerschach Remis.

Zwischenstand 2½ : 2½

 

Brett 4

Bis zum Endspiel ausgeglichen. Dann einen Bauer gewonnen. Und den Vorteil in eine Gewinnstellung umgemünzt.

 

Endergebnis 3½ : 2½

 

Vielen Dank an alle Spieler und am 17.12. geht es in Spandau weiter.

 

Thomas Rehberg, (Mannschaftsleiter 2. Mannschaft)

 

  

  

 

Und hier noch die Bilder von Sascha:

Zweite Runde am 19.11.2017

 

Harter fight in Hohenschönhausen

 

Nachdem wir unseren Saisonauftakt gegen den SC Empor Berlin III mit 3-5 verloren hatten, wollten wir es heute in der 2. Runde bei der 1. Mannschaft des SC Rochade natürlich besser machen und punkten.

 

Da wir gegen einen starken Gegner heute wieder „alle Mann an Bord hatten“ (Olaf spielte im Gegensatz zur 1. Runde wieder mit) und daher mit unserem „Aufstiegs-Stamm-Achter“

 

  1. Sascha Sarre

  2. Ralf Gebert Vangeel

  3. Olaf Ritz

  4. Günter Idaczek

  5. Roman Matzkowiak

  6. Bernhard Riess

  7. Dietmar Scholz

  8. Michael Schramm

 

spielten konnten, war ich als Mannschaftsführer recht optimistisch für das Match.

 

Der Wettkampf fing mit nur einigen wenigen Minuten Verspätung an und schon bald konnte das erste Ergebnis in den Spielbericht eingetragen werden, denn ich machte am Spitzenbrett gegen den Berliner Seniorenbeauftragten Werner Wiesner (aufgrund meiner sehr starken Erkältung) nach nur wenigen Zügen Remis …sozusagen ein „Kleinmeisterremis“ an Brett 1.

 

Damit konnte ich mich also auf die Funktion des Mannschaftsführers konzentrieren und nebenbei den live-ticker in unserer „TSVM 1897 whatsapp Gruppe“ aktuell halten.

 

Daher jetzt auch der Spielbericht etwas in diesem Stil …mein Remis ja schon erwähnt, steige ich mal danach ein:

 

10:51 Uhr

 

Günter macht an Brett 4 Remis; damit steht es 1-1; insgesamt sieht das Match aus meiner Sicht aber nicht so gut aus für uns.

 

11:00 Uhr

 

Michael kann an Brett 8 sein schlechter stehendes Turmendspiel leider (wie ich schon befürchtete) nicht halten; der Damentausch im Mittelspiel war wohl nicht so optimal; wir liegen 1-2 hinten [Anmerkung: Die nachträgliche Analyse ergab, dass Michael schon in der Eröffnung Material verloren hätte, wenn es denn sein Gegner gesehen hätte] .

 

11:27 Uhr

 

In eher remislicher Stellung spielt Dietmar an Brett 7 leider etwas unsauber und übersieht ein „tödliches“ Doppelabzugsschach, was mit … Dg1# endet; wir liegen schon 1-3 hinten.

 

12.28 Uhr

 

In Romans Partie geht es an Brett 5 hin und her …als Mannschaftsführer bekommt man „graue Haare“, da z.B. sein Gegner einen Turm einstellt und Roman den Turm nicht nimmt [RR: Die nachträgliche Analyse zeigt, dass ich das richtig gesehen hatte]. Nun hat Roman eine Figur verloren und steht sehr bedenklich. Bernhard hat an Brett 6 in ein Bauernendspiel abgewickelt und steht de facto schon auf Verlust, da sein Gegner einen gedeckten Freibauern hat [Anmerkung: Die nachträgliche Analyse ergab, dass Bernhard bei richtigem Spiel klar die Punkteteilung auf dem Teller hatte und sogar im Mittelspiel an einer Stelle einen Bauern gewinnen konnte mit toller gewinnträchtiger Stellung]. Dafür spielt Olaf an Brett 3 eine super Partie und hat gerade dem Gegner einen Bauern taktisch „abgeschraubt“ und steht schon extrem gut bis gewinnträchtig.

 

12.44 Uhr

 

Bernhard gibt sein verlorenes Bauernendspiel auf; wir liegen jetzt 1-4 hinten.

 

12.45 Uhr

 

Die „wilde Fahrt“ geht bei Roman weiter! Da gucke ich mal 2 Züge nicht auf das Brett und schon ist beim Gegner ein Läufer weg! [Anmerkung: Analyse hinterher …Läufer vom Gegner einzügig eingestellt]. Jetzt Roman wieder super und auf Gewinn.

 

13.05 Uhr

 

Die nervenaufreibende Partie an Brett 5 ist beendet; Roman gewinnt und verkürzt auf 2-4. Es kommt noch einmal Hoffnung auf ein 4-4 auf.

 

14.06 Uhr

 

Ralf versucht an Brett 2 wirklich alles, aber die total verschachtelte Stellung lässt sich einfach nicht knacken und somit kommt es zum unvermeidlichen Remis. Damit 2,5-4,5 und das Match ist verloren.

 

14.07 Uhr

 

Bei Olaf kippt leider die Stellung in Zeitnot völlig und er muss leider die Waffen strecken. Endstand aus unserer Sicht damit 2,5-5,5 !

 

Angesichts der Punkte, die angesichts der Stellungen möglich waren, sicherlich eine ärgerliche Niederlage … ein 4-4 wäre mindestens drin gewesen.

 

Aber naja …wir haben ja noch 7 Runden zu spielen und können die Punkte zum Klassenerhalt noch sammeln.

 

Fangen wir doch einfach mal in Runde 3 am 03.12.2017 damit an; es ist die 2. Mannschaft des BSC Rehberge bei uns im Vereinsheim zu Gast und sollte doch was gehen, oder !?

 

Zuschauer sind ab 09.00 Uhr (bei nötiger Turnierruhe) natürlich gerne gesehen.

 

Alle weiteren Information sind im BMM-Skript beim BSV hier online verfügbar.

 

Ach ja …ein hab i noch …aus aktuellem (heutigen) Anlass der Hinweis/Tipp an alle Spieler/-innen, die noch nicht so regelfest sind:

 

  1. Wir spielen in der Klasse 1 ohne inkrement Bedenkzeit! Dies hat zur Folge, dass die Spieler nach der 1. Zeitkontrolle nicht mehr mitschreiben müssen, wenn sie weniger als 5 Minuten Bedenkzeit haben.

  2. Verstöße gegen die Pflicht mitzuschreiben reklamiert man als Spieler beim Schiedsrichter und hält die Schachuhr dafür an.

  3. Als Zuschauer hat man auf gar keinen Fall laut in eine laufende Partie reinzuquatschen und einen Spieler, der sich in Zeitnot gemäß Punkt 1. befindet, vehement darauf zu drängen seiner angeblichen Pflicht mitzuschreiben nachzukommen. Das ist regelwidrig, unsportlich, unprofessionell und auch leider inkompetent. Sorry, aber musste mal gesagt werden.

Sascha Sarre (Mannschaftsführer 1. Mannschaft)

 

 

Weiter Weg nach Weißensee

 

Es fand das erste Auswärtsspiel statt - ein weiter Weg nach Weißensee. 

Wir spielten mit folgender Aufstellung:

 

Brett 1 Jörg Fischer

Brett 2 Stefan Warnest

Brett 3 Franz Lohmann

Brett 4 Thomas Rehberg

Brett 5 Dieter Leimbrock

Brett 6 Fabian Edelhoff

 

Brett 1

Unser Spieler kam leider nicht - Wegeunfall. Und schon lagen wir 0:1 hinten.

 

Brett 2 

Komplizierte Stellung nach der Eröffnung, Remis-Angebot - Gegner lehnte ab. Stellte aber dann einen Turm ein und die Partie ging zu unseren Gunsten aus.

 

Brett 3 Der Gegner spielts altbekannte Weisen (Richter Veresov). Unser Spieler konnte nach Springertausch mit Schachgebot einen Bauer gewinnen und die Rochade des Gegners verhindern. Dieser lehnte einen Damentausch ab, wodurch eine Leichtfigur gewonnen wurde. Jetzt ging der Königsangriff los und endete im 32 Zug mit matt. 

 

Brett 4 

Unser Spieler kam aus der Eröffnung ohne Verlust  heraus, gewann im Mittelspiel ein Bauern mit Schach. Gegner nahm den Bauer zurück. Jetzt kam es zu einem Turmeinschlag, bei dem Springer und Dame erbeutet wurden.  Der Gegner wurde mit Hilfe der Dame dann matt gesetzt.

 

Brett 5

Ausgeglichene Position bis zum 12. Zug, dann wurden Springer und Läufer gegen die Dame getauscht. Ein Bauernangriff auf dem Königsflügel brachte einen Figurengewinn und die Stellung des Gegners zerbrach.

 

 

Brett 6

Ausgeglichenes Spiel bis ins Endspiel - Dame Turm gegen Dame Läufer. Dem Gegner drohte ein zügiges Matt, aber durch Dauerschach kam es zur Remis. 

 

Endergebniss damit 4,5 : 1,5 

 

Ein erfolgreicher Sonntag.

Ich danke allen Spieler für Ihren Einsatz und bin frohen Mutes, dass wir in Runde 3 unseren Erfolg wiederholen können.

 

Thomas Rehberg (Mannschaftsleiter 2. Mannschaft)

 

Hier noch die Bilder von Sascha:

Erste Runde am 15.10.2017

Als Aufsteiger hat man es halt schwer!

 

Nachdem wir in der letzten Saison 2016/2017 sehr souverän mit 9 Siegen in 9 Spielen den Aufstieg in die 1. Klasse geschafft hatten, gehen wir in die neue Saison 2017/2018 mit einem unveränderten Kader und dem klaren Saisonziel „Klassenerhalt“ !

 

Dabei ist uns allen klar, dass dieses Saisonziel keinesfalls ein Selbstläufer sein würde, was u.a. auch das beliebte „Liga-Orakel“ klar aufzeigt… aber davon lassen wir uns ja nicht Angst machen und gehen optimistisch ans Werk!

 

Der Startschuss in die neue Saison 2017/2018 gab es heute mit einem Heimspiel gegen die Schachfreunde von Empor Berlin III. Unser Gast war rein nominell gesehen ins Mittelfeld unserer Staffel 1.2 einzuordnen und spielte auch in Bestbesetzung, d.h. von der Meldeliste spielten die Nr. 1-8. Bei uns fehlte leider aus privat-familiären Gründen unser Spitzenbrett der letzten Saison 2016/2017 (und aktuell Brett 3) Olaf Ritz; daher rutschten ab Brett 3 alle Spieler ein Brett hoch und dafür kam unser Neuzugang Eberhard Letzner an Brett 8 zum Einsatz.

 

Somit gingen wir also in der Aufstellung

 

  1. Sascha Sarre

  2. Ralf Gebert Vangeel

  3. Günter Idaczek

  4. Roman Matzkowiak

  5. Bernhard Riess

  6. Dietmar Scholz

  7. Michael Schramm

  8. Eberhard Letzner

 

ins Match.

 

Dabei war unsere Taktik angesichts der DWZ-Zahlen sehr klar… an Brett 1-4 unsere DWZ-Vorteile möglichst ausspielen und dafür an Brett 5-8 versuchen „den Laden dicht zu halten“.

 

Nachdem der Berichterstatter (in Vertretung für unseren Abteilungsleiter Olaf Ritz) alle 6 Mannschaften zum Start in die neue Saison 2017/2018 begrüßte und Bernhard Riess in seiner Funktion als Schiedsrichter alle Paarungen noch einmal vorlas (sowie auf einige Regeldinge hinwies), waren die Bretter frei… aber Moment… 6 Mannschaften? Ja, der Leser liest richtig!

 

In dieser Saison 2017/2018 spielen wir einige Heimspiele zusammen mit den Schachfreunden von Schwarzer Springer Schmargendorf, die Probleme mit ihrem Spiellokal haben und erst einmal räumlich bei uns „untergekommen sind“.

 

Also standen heute im Vereinsheim somit die Paarungen

 

TSV Mariendorf 1897 I – Empor Berlin III

TSV Mariendorf 1897 II – SG Lichtenberg V

Schwarzer Springer Schmargendorf – SVG Läufer Reinickendorf II

 

auf dem Programm; 22 Bretter und 44 Spieler = ein neuer BMM-Rekord bei Heimspielen!

 

Nun aber zu unserem Match gegen Empor Berlin III… und das begann bei mir persönlich am Abend zuvor. Dank des bewährten Service von Bernhard Riess (der immer von der jeweiligen gegnerischen Mannschaft die Partien der Spieler aus der Chess Base Datenbank raussucht und allen Teamkollegen zumailt = super !) guckte ich mir nämlich die Weißpartien meines potentiellen Gegners Bernhard Schewe an (da ich ja heute Schwarz hatte) und sah schnell, dass auf mich wohl 1. b4 zukommt am heutigen Morgen! Zum Glück habe ich zu dieser Eröffnung 3 gute Bücher sowie meine Chess Base Megabase und konnte mich somit gut vorbereiten (natürlich war dann auf der heutigen Anreise nach Berlin mit der Bahn auch eines der 3 Bücher im Rucksack).

 

Insofern war ich auch zufrieden, dass SF Schewe an Brett 1 spielte und war auch von 1. b4 nicht überrascht. Allerdings wich mein Gegner schon im 4. Zug von seiner im Jahre 2012 gespielten Partie aus der Berliner Senioreneinzelmeisterschaft ab (schade, da hatte ich eine Neuerung vorbereitet) und ich musste am Brett die Züge finden bzw. die mir angesehenen Pläne am Brett umsetzen.

 

Da also bei mir soweit alles OK war in puncto Eröffnung, verschaffte ich mir einen ersten Überblick über die anderen 7 Bretter, wobei ich Brett 2 direkt am Nachbartisch auch so gut im Auge hatte.

 

Hier sah es eher durchwachsen aus… während Michael an Brett 7 bereits aus der Eröffnung heraus leider de facto eine Verluststellung hatte, sah es zum Beispiel an Brett 2 bei Ralf super aus. Ferner hatte unser Neuzugang Eberhard an Brett 8 eine sehr vielversprechende Stellung und auch bei Dietmar konnte ein Mehrbauer zur Kenntnis genommen werden.

 

Bei mir war die Partie im Mittelspiel sehr komplex, aber immer im Gleichgewicht und in der Remisbreite.

 

Währenddessen konnte Ralf an Brett 2 seine gute Stellung taktisch in einen konkreten Materialvorteil transformieren und sein junger Gegner streckte dann auch die Waffen. Die 1-0 Führung wurde dann aber sofort wieder egalisiert, da Michael an Brett 7 seine verlorene Stellung aufgab.

 

Danach machte Dietmar an Brett 6 Remis, da die gegnerische Kompensation für den Minusbauern langsam bedrohliche Ausmaße angenommen hatte.

 

Als nächstes ging leider die Partie bei Eberhard verloren; nach sehr guter Eröffnung leider im Mittelspiel erst komplett den Faden und dann entscheidend Material verloren.

 

Also 1,5-2,5 Rückstand und es sah insgesamt gar nicht gut aus, denn Roman stand mit einer Qualität weniger an Brett 4 sehr bescheiden, Bernhard machte an Brett 5 mit zwei Bauern weniger auch keinen glücklichen Eindruck und selbst bei Günter an Brett 3 musste man sich schachlich leichte Sorgen machen.

 

Damit war also klar, dass ich selbst „auf Teufel komm raus“ auf Gewinn spielen musste, was beim inzwischen entstandenen ausgeglichenen Endspiel mit Dame und Springer auf beiden Seiten schwer möglich war, wenn mein Gegner keinen Fehler macht… ja wenn… in Zug 29 machte er einen leichtsinnigen Zug und ich nutzte die Chance, (bei schon knapper werdender Bedenkzeit) mit einem temporären Springeropfer einen Bauern zu gewinnen.

Hier die Stellung nach 29. Dc8? ==> was kam jetzt wohl? Genau, natürlich der Springereinschlag auf e3!

Mit dem Bauern weniger bot mein Gegner dann in Zug 33 Remis an, was ich aber sowohl wegen dem Mannschaftsstand, aber auch wegen der super Stellung logischer Weise ablehnte.

 

Bei immer knapper werdender Bedenkzeit (im 40.Zug war ja die Zeitkontrolle) gab ich einige Schachs mit der Dame um nix zu verderben und mir die Stellung dann später genau anzusehen; hier die Stellung nach 40. … De5 und geschaffter Zeitkontrolle:

Nun konnte ich mir also ganz in Ruhe die Stellung ansehen (naja, so mega in Ruhe auch wieder nicht… schließlich gab es nur noch 30 Minuten dazu nach 40 Zügen und wir spielen ohne Inkrement, was später noch eine Rolle spielen wird).

 

Der Plan war dabei klar… mit meinem König versuchen ins weiße Lager zu marschieren. Dies schaffte ich auch und so hatte ich nach 50. Dc6 die folgende Stellung auf dem Brett:

Meine Bedenkzeit wurde langsam, aber sicher weniger und so fand ich leider den stillen Zug 50. … Kh2 nicht; danach hätte Weiß eigentlich aufgeben können; Fritz 15 meint hier schon + 6.60 für mich in der häuslichen Analyse.

 

Naja, ich spielte 50. … Df2 + (um sofort die weißen Bauern auf g2 und h3 zu gewinnen und so 2 verbundene Freibauern zu haben) , war die Partie natürlich immer noch klar gewinnt, aber nicht so schön.

 

Naja, egal, ich bekam es auch so noch hin (dachte ich), aber nach 60. c5 hatte ich nur noch knapp 3 min auf der Uhr und fand den Gewinn nicht, seht selbst:

 

Hier hätte ich ganz cool den Bauern auf c5 ignorieren sollen und einfach „???“ ziehen sollen …na was wohl? Jupp, natürlich 60. … h3! Fritz 15 sagt hier Matt in 80 Zügen! Der Bauer läuft durch, Weiß kann es nicht mehr verhindern! Ich hatte 60. … h3! zwar gesehen, aber nur die Folge 61. cxb6 h2 62. b7 h1D 63. b8D berechnet (bei der knappen Bedenkzeit) und beide Parteien haben die zweite Dame auf dem Brett ==> Analyse-Diagramm:

 

Tja, Fritz 15 müsste man sein … 63. ...Dh5+ und Matt in 5 Zügen!

 

Zurück zur Partie und zum Diagramm davor … ich spielte schwächer 60. ...Dc3+ (was sogar immer noch gewinnt) 61. Kf5 und nun griff ich entscheidend fehl:

 

Anstatt mit 61. … h3 immer noch forciert zu gewinnen (Fritz 15 zeigt Matt in 79 Zügen an) , schlug ich mit 61. ...bxc5?? den Bauern und nach 62. b6 musste ich sogar das Remis sichern, was dann auch im 66. Zug vereinbart wurde (am Ende hatte ich noch 1 min 54 sec und mein Gegner 47 min auf der Uhr).

 

Unter dem Strich sehr ärgerlich und mit Inkrement hätte ich das sicher locker gewonnen… hätte, hätte, Fahrradkette.

 

Dabei bekam ich erst jetzt mit, dass wir bereits 2,5-4,5 hinten lagen und so meine Partie für den Ausgang des Matches nicht mehr die große Bedeutung hatte; trotzdem sehr ärgerlich und die persönliche Serie von 17 gewonnenen BMM-Partien hintereinander war damit also auch Geschichte.

 

Bei einem anderen Matchverlauf hätten wir sicherlich heute eine gute Chance gehabt auf ein 4-4, aber nun müssen wir mit der Niederlage leben und versuchen in der 2. Runde am 19.11.2017 auswärts bei Rochade I zu punkten.

 

Sascha Sarre (Mannschaftsführer 1.Mannschaft)

 

Spielbericht vom  Sonntag 15.10.2017 Runde 1

 

Es begann die erste Runde gegen die SG Lichtenberg. Wir spielten mit folgender Aufstellung:

 

Brett 1 Stefan Warnest

Brett 2 Franz Lohmann

Brett 3 Thomas Schweigel

Brett 4 Dieter Leimbrock

Brett 5 Fabian Edelhoff

Brett 6 Robert Kaschner

 

Die erste Entscheidung fiel an

 

Brett 2

Nach einer Richter-Veresov-Eröffnung kam es zu gegenseitigen Rochaden. Franz konnte zwei Bauern gewinnen. Im 20. Zug folgte einen Damentausch. Jetzt kam es zum Bauersturm auf beiden Flügeln. Franz fand aber keine Lösung, um seinen materiellen Vorteil in einen Gewinn umzumünzen. Es kam zum Remis.

 

Brett 4

Eine klassische Eröffnung. Es kam zu einer ausgeglichenen und festgefahrenen Stellung. Keiner konnte einen Vorteil für sich verbuchen - also Remis.

 

Brett 1

Stefan kam gut aus der Eröffnung. Beide Seiten versuchten in Vorteil  zu kommen, ohne Erfolg - es gab ebenfalls ein Remis.

 

Brett 3

Thomas kam gut aus der Eröffnung. Er gewann die Initiative - der Gegner kam nicht zur Rochade. Ein Durchbruch auf der F-Linie brachte die Stellung des Gegners zum Einsturz. Punktgewinn.

 

Brett 6

Robert kam besser aus der Eröffnung als sein Gegner. Er brachte ein Qualitätsopfer, aber nach 22 Zügen einigte man sich auf Remis.

 

Brett 5

Fabian kam gut aus der Eröffnung, tauschte zwei Bauern gegen eine Leichtfigur. Im Endspiel hatte der Läufer die richtige Farbe für den Randbauern. So ging die Partie verloren.

 

Endergebnis: 3 :3 

 

 

Vielen Dank an alle Spieler für Ihren Einsatz. Am Sonntag den 19.11. um 9:00 Uhr geht es in der zweiten Runde gegen SF Nord-Ost Berlin weiter.  

 

Thomas Rehberg, ML 2te Mannschaft

 

 

Und hier die Bilder von Sascha und Thomas:

Saisonvorbereitung mit Freundschaftskampf gegen SW Lichtenrade am 4.10.2017

Wie auch im vergangenen Jahr trafen wir uns mit den Schachfreunden vom benachbarten SW Lichtenrade zwecks Saisonvorbereitung zu einem Freundschaftskampf. Diesmal waren wir wieder die Gastgeber und konnten an 13 Brettern einen Sieg davontragen.

 

2016-10-04 - Südpokal 05 - 2017 - TSVM v
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Hier noch die Bilder von Roman und Sascha: