BMM = Berliner Mannschaftsmeisterschaft - der TSVM ist mit 2 Teams dabei!

Die BMM für 6er- (unsere Zweite!) und 8er-Mannschaften (unsere Erste!), wird im Unterschied zur BFL an 9 Sonntagen im Jahr gespielt, Spielbeginn ist um 9:00 Uhr. Heimspiele finden im Vereinsheim in der Rixdorfer Str. 130, 12109 Berlin, statt.

Die Mannschaften des TSV Mariendorf in der BMM-Saison 2017/2018:

1. Mannschaft in Klasse 1.2

Mannschaftsleiter: Sascha und Ralf.

2. Mannschaft in Klasse 4 Mix

Mannschaftsleiter: Thomas und Dieter.


Spieltage:

Adressen, Aufstellungen usw. in den BMM-Heften (hier für die Erste und hier für die Zweite). 

Alles Infos zu den Aufstellungen gibt es ausschließlich von den Mannschaftsleitern!

Weitere Infos beim Verband.Unser Abschneiden in früheren Spielzeiten siehe Archiv. Alle Spieltage der Saison 2017/18 befinden sich auch im Kalender.

Einsatzstatistik BMM
TSVM - Einsatz-Statistik - BMM only.pdf
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Erste Runde am 15.10.2017

Als Aufsteiger hat man es halt schwer!

 

Nachdem wir in der letzten Saison 2016/2017 sehr souverän mit 9 Siegen in 9 Spielen den Aufstieg in die 1. Klasse geschafft hatten, gehen wir in die neue Saison 2017/2018 mit einem unveränderten Kader und dem klaren Saisonziel „Klassenerhalt“ !

 

Dabei ist uns allen klar, dass dieses Saisonziel keinesfalls ein Selbstläufer sein würde, was u.a. auch das beliebte „Liga-Orakel“ klar aufzeigt… aber davon lassen wir uns ja nicht Angst machen und gehen optimistisch ans Werk!

 

Der Startschuss in die neue Saison 2017/2018 gab es heute mit einem Heimspiel gegen die Schachfreunde von Empor Berlin III. Unser Gast war rein nominell gesehen ins Mittelfeld unserer Staffel 1.2 einzuordnen und spielte auch in Bestbesetzung, d.h. von der Meldeliste spielten die Nr. 1-8. Bei uns fehlte leider aus privat-familiären Gründen unser Spitzenbrett der letzten Saison 2016/2017 (und aktuell Brett 3) Olaf Ritz; daher rutschten ab Brett 3 alle Spieler ein Brett hoch und dafür kam unser Neuzugang Eberhard Letzner an Brett 8 zum Einsatz.

 

Somit gingen wir also in der Aufstellung

 

  1. Sascha Sarre

  2. Ralf Gebert Vangeel

  3. Günter Idaczek

  4. Roman Matzkowiak

  5. Bernhard Riess

  6. Dietmar Scholz

  7. Michael Schramm

  8. Eberhard Letzner

 

ins Match.

 

Dabei war unsere Taktik angesichts der DWZ-Zahlen sehr klar… an Brett 1-4 unsere DWZ-Vorteile möglichst ausspielen und dafür an Brett 5-8 versuchen „den Laden dicht zu halten“.

 

Nachdem der Berichterstatter (in Vertretung für unseren Abteilungsleiter Olaf Ritz) alle 6 Mannschaften zum Start in die neue Saison 2017/2018 begrüßte und Bernhard Riess in seiner Funktion als Schiedsrichter alle Paarungen noch einmal vorlas (sowie auf einige Regeldinge hinwies), waren die Bretter frei… aber Moment… 6 Mannschaften? Ja, der Leser liest richtig!

 

In dieser Saison 2017/2018 spielen wir einige Heimspiele zusammen mit den Schachfreunden von Schwarzer Springer Schmargendorf, die Probleme mit ihrem Spiellokal haben und erst einmal räumlich bei uns „untergekommen sind“.

 

Also standen heute im Vereinsheim somit die Paarungen

 

TSV Mariendorf 1897 I – Empor Berlin III

TSV Mariendorf 1897 II – SG Lichtenberg V

Schwarzer Springer Schmargendorf – SVG Läufer Reinickendorf II

 

auf dem Programm; 22 Bretter und 44 Spieler = ein neuer BMM-Rekord bei Heimspielen!

 

Nun aber zu unserem Match gegen Empor Berlin III… und das begann bei mir persönlich am Abend zuvor. Dank des bewährten Service von Bernhard Riess (der immer von der jeweiligen gegnerischen Mannschaft die Partien der Spieler aus der Chess Base Datenbank raussucht und allen Teamkollegen zumailt = super !) guckte ich mir nämlich die Weißpartien meines potentiellen Gegners Bernhard Schewe an (da ich ja heute Schwarz hatte) und sah schnell, dass auf mich wohl 1. b4 zukommt am heutigen Morgen! Zum Glück habe ich zu dieser Eröffnung 3 gute Bücher sowie meine Chess Base Megabase und konnte mich somit gut vorbereiten (natürlich war dann auf der heutigen Anreise nach Berlin mit der Bahn auch eines der 3 Bücher im Rucksack).

 

Insofern war ich auch zufrieden, dass SF Schewe an Brett 1 spielte und war auch von 1. b4 nicht überrascht. Allerdings wich mein Gegner schon im 4. Zug von seiner im Jahre 2012 gespielten Partie aus der Berliner Senioreneinzelmeisterschaft ab (schade, da hatte ich eine Neuerung vorbereitet) und ich musste am Brett die Züge finden bzw. die mir angesehenen Pläne am Brett umsetzen.

 

Da also bei mir soweit alles OK war in puncto Eröffnung, verschaffte ich mir einen ersten Überblick über die anderen 7 Bretter, wobei ich Brett 2 direkt am Nachbartisch auch so gut im Auge hatte.

 

Hier sah es eher durchwachsen aus… während Michael an Brett 7 bereits aus der Eröffnung heraus leider de facto eine Verluststellung hatte, sah es zum Beispiel an Brett 2 bei Ralf super aus. Ferner hatte unser Neuzugang Eberhard an Brett 8 eine sehr vielversprechende Stellung und auch bei Dietmar konnte ein Mehrbauer zur Kenntnis genommen werden.

 

Bei mir war die Partie im Mittelspiel sehr komplex, aber immer im Gleichgewicht und in der Remisbreite.

 

Währenddessen konnte Ralf an Brett 2 seine gute Stellung taktisch in einen konkreten Materialvorteil transformieren und sein junger Gegner streckte dann auch die Waffen. Die 1-0 Führung wurde dann aber sofort wieder egalisiert, da Michael an Brett 7 seine verlorene Stellung aufgab.

 

Danach machte Dietmar an Brett 6 Remis, da die gegnerische Kompensation für den Minusbauern langsam bedrohliche Ausmaße angenommen hatte.

 

Als nächstes ging leider die Partie bei Eberhard verloren; nach sehr guter Eröffnung leider im Mittelspiel erst komplett den Faden und dann entscheidend Material verloren.

 

Also 1,5-2,5 Rückstand und es sah insgesamt gar nicht gut aus, denn Roman stand mit einer Qualität weniger an Brett 4 sehr bescheiden, Bernhard machte an Brett 5 mit zwei Bauern weniger auch keinen glücklichen Eindruck und selbst bei Günter an Brett 3 musste man sich schachlich leichte Sorgen machen.

 

Damit war also klar, dass ich selbst „auf Teufel komm raus“ auf Gewinn spielen musste, was beim inzwischen entstandenen ausgeglichenen Endspiel mit Dame und Springer auf beiden Seiten schwer möglich war, wenn mein Gegner keinen Fehler macht… ja wenn… in Zug 29 machte er einen leichtsinnigen Zug und ich nutzte die Chance, (bei schon knapper werdender Bedenkzeit) mit einem temporären Springeropfer einen Bauern zu gewinnen.

Hier die Stellung nach 29. Dc8? ==> was kam jetzt wohl? Genau, natürlich der Springereinschlag auf e3!

Mit dem Bauern weniger bot mein Gegner dann in Zug 33 Remis an, was ich aber sowohl wegen dem Mannschaftsstand, aber auch wegen der super Stellung logischer Weise ablehnte.

 

Bei immer knapper werdender Bedenkzeit (im 40.Zug war ja die Zeitkontrolle) gab ich einige Schachs mit der Dame um nix zu verderben und mir die Stellung dann später genau anzusehen; hier die Stellung nach 40. … De5 und geschaffter Zeitkontrolle:

Nun konnte ich mir also ganz in Ruhe die Stellung ansehen (naja, so mega in Ruhe auch wieder nicht… schließlich gab es nur noch 30 Minuten dazu nach 40 Zügen und wir spielen ohne Inkrement, was später noch eine Rolle spielen wird).

 

Der Plan war dabei klar… mit meinem König versuchen ins weiße Lager zu marschieren. Dies schaffte ich auch und so hatte ich nach 50. Dc6 die folgende Stellung auf dem Brett:

Meine Bedenkzeit wurde langsam, aber sicher weniger und so fand ich leider den stillen Zug 50. … Kh2 nicht; danach hätte Weiß eigentlich aufgeben können; Fritz 15 meint hier schon + 6.60 für mich in der häuslichen Analyse.

 

Naja, ich spielte 50. … Df2 + (um sofort die weißen Bauern auf g2 und h3 zu gewinnen und so 2 verbundene Freibauern zu haben) , war die Partie natürlich immer noch klar gewinnt, aber nicht so schön.

 

Naja, egal, ich bekam es auch so noch hin (dachte ich), aber nach 60. c5 hatte ich nur noch knapp 3 min auf der Uhr und fand den Gewinn nicht, seht selbst:

 

Hier hätte ich ganz cool den Bauern auf c5 ignorieren sollen und einfach „???“ ziehen sollen …na was wohl? Jupp, natürlich 60. … h3! Fritz 15 sagt hier Matt in 80 Zügen! Der Bauer läuft durch, Weiß kann es nicht mehr verhindern! Ich hatte 60. … h3! zwar gesehen, aber nur die Folge 61. cxb6 h2 62. b7 h1D 63. b8D berechnet (bei der knappen Bedenkzeit) und beide Parteien haben die zweite Dame auf dem Brett ==> Analyse-Diagramm:

 

Tja, Fritz 15 müsste man sein … 63. ...Dh5+ und Matt in 5 Zügen!

 

Zurück zur Partie und zum Diagramm davor … ich spielte schwächer 60. ...Dc3+ (was sogar immer noch gewinnt) 61. Kf5 und nun griff ich entscheidend fehl:

 

Anstatt mit 61. … h3 immer noch forciert zu gewinnen (Fritz 15 zeigt Matt in 79 Zügen an) , schlug ich mit 61. ...bxc5?? den Bauern und nach 62. b6 musste ich sogar das Remis sichern, was dann auch im 66. Zug vereinbart wurde (am Ende hatte ich noch 1 min 54 sec und mein Gegner 47 min auf der Uhr).

 

Unter dem Strich sehr ärgerlich und mit Inkrement hätte ich das sicher locker gewonnen… hätte, hätte, Fahrradkette.

 

Dabei bekam ich erst jetzt mit, dass wir bereits 2,5-4,5 hinten lagen und so meine Partie für den Ausgang des Matches nicht mehr die große Bedeutung hatte; trotzdem sehr ärgerlich und die persönliche Serie von 17 gewonnenen BMM-Partien hintereinander war damit also auch Geschichte.

 

Bei einem anderen Matchverlauf hätten wir sicherlich heute eine gute Chance gehabt auf ein 4-4, aber nun müssen wir mit der Niederlage leben und versuchen in der 2. Runde am 19.11.2017 auswärts bei Rochade I zu punkten.

 

Sascha Sarre (Mannschaftsführer 1.Mannschaft)

 

Und hier die Bilder, ebenfalls von Sascha:

Saisonvorbereitung mit Freundschaftskampf gegen SW Lichtenrade am 4.10.2017

Wie auch im vergangenen Jahr trafen wir uns mit den Schachfreunden vom benachbarten SW Lichtenrade zwecks Saisonvorbereitung zu einem Freundschaftskampf. Diesmal waren wir wieder die Gastgeber und konnten an 13 Brettern einen Sieg davontragen.

 

2016-10-04 - Südpokal 05 - 2017 - TSVM v
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Hier noch die Bilder von Roman und Sascha: